Fibromyalgie in Bern: ärztliche Schmerzsprechstunde für komplexe Schmerzen
Für Menschen mit langandauernden, generalisierten Schmerzen, bei denen bisherige Behandlungen nur begrenzt geholfen haben.
Fibromyalgie ist mehr als „überall tut es weh“. Viele Betroffene haben eine lange Odyssee hinter sich, zahlreiche Untersuchungen und Therapien, oft mit unauffälligen Befunden. In der Schmerzsprechstunde in Bern steht die fachärztliche Einschätzung Ihrer Schmerzmechanismen im Zentrum mit besonderem Fokus auf Fibromyalgie und verwandte chronische Schmerzsyndrome.
Ihre Schmerzen sind real. Und sie verdienen eine klare ärztliche Einschätzung.
Alexandra Milutin-Lanzi
Was ist Fibromyalgie?
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Zentrale Sensitivierung
Fibromyalgie ist ein chronisches Schmerzsyndrom des Bewegungsapparates. Typisch sind weit verbreitete Schmerzen in mehreren Körperregionen, oft zusammen mit ausgeprägter Müdigkeit, nicht erholsamem Schlaf und Konzentrationsstörungen.
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Muskuläre und myofasziale Funktionsstörungen
Nach heutigem Verständnis handelt es sich nicht um eine entzündliche oder zerstörende Gelenkerkrankung, sondern um eine Störung der Schmerzverarbeitung. Das Nervensystem reagiert überempfindlich, muskuläre und myofasziale Strukturen sind häufig funktionell gestört und das vegetative Nervensystem zeigt Zeichen der Dysregulation.
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Vegetative Dysregulation
Strukturelle Schäden finden sich meist keine. Die Diagnose wird klinisch gestellt, andere Erkrankungen müssen zuvor ausgeschlossen werden.
Viele Betroffene erleben jahrelang Schmerzen, bevor eine klare Diagnose gestellt wird.
Warum bleiben die Schmerzen trotz Behandlungen?
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Zentrale Sensitivierung
Schmerzsignale werden im Nervensystem verstärkt verarbeitet, sodass bereits geringe Reize als deutlich schmerzhaft empfunden werden. Schmerzhemmende Systeme arbeiten oft abgeschwächt.
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Muskuläre und myofasziale Funktionsstörungen
Verspannte Muskulatur, Triggerpunkte und veränderte Bewegungsmuster können Schmerzen unterhalten, auch wenn keine strukturellen Schäden nachweisbar sind.
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Vegetative Dysregulation
Häufig bestehen Begleiterscheinungen wie Reizdarm, Reizblase, Schwindel, Temperatur und Reizempfindlichkeit. Diese deuten auf eine Fehlregulation des autonomen Nervensystems hin.
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Behandlungen, die nur Symptome adressieren
Behandlungen, die nur Symptome adressieren: Medikamente, einzelne Physiozyklen oder kurzfristige Massnahmen können Linderung bringen, greifen aber oft zu wenig an den zugrunde liegenden Mechanismen an.
Deshalb greifen viele klassische Therapien zu kurz: Sie behandeln Symptome, nicht die Mechanismen.
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Wie arbeiten wir bei Fibromyalgie?
In der Fibromyalgie Sprechstunde in Bern steht nicht nur der Name der Diagnose im Vordergrund, sondern die Frage: Welche Mechanismen halten Ihre Schmerzen konkret aufrecht und was lässt sich beeinflussen?
Funktionelle ärztliche Einschätzung
Im Ersttermin erfolgt eine ausführliche Erhebung der Beschwerden, des Verlaufs und der bisherigen Therapien. Anschliessend wird der Bewegungsapparat funktionell untersucht, um:
- muskuläre Spannungs- und Haltemuster
- myofasziale Triggerpunkte
- segmentale Funktionsstörungen der Wirbelsäule und Gelenke
- Zeichen einer vegetativen Dysregulation
zu erkennen
Manualmedizin und physikalische Medizin
Bei nachweisbaren Funktionsstörungen kommen manualmedizinische Techniken und physikalische Verfahren zum Einsatz, zum Beispiel:
- sanfte Mobilisation blockierter oder schmerzhaft eingeschränkter Segmente
- Behandlung myofaszialer Triggerpunkte und muskulärer Dysbalancen
- gezielte physikalische Reize zur Regulation von Bewegung, Muskelspannung und Funktion
Wir wenden keine pauschalen Standardprogramme an. Die Behandlung richtet sich nach Ihrem individuellen Befund.
Schädelakupunktur nach Yamamoto (YNSA)
YNSA nutzt definierte Punkte am Schädel, die funktionelle Zusammenhänge zwischen Bewegungsapparat und schmerzrelevanten Regelkreisen des Nervensystems widerspiegeln. In der klinischen Erfahrung zeigt sich, dass diese Methode bei chronischen und komplexen Schmerzzuständen einen zusätzlichen Nutzen haben kann, indem neurofunktionelle Muster moduliert werden, die durch rein strukturelle Massnahmen oft nicht erreicht werden.
Einschätzung der bestehenden medikamentösen Therapie
Viele Fibromyalgie-Betroffene erhalten bereits verschiedene Medikamente. In der Sprechstunde wird die aktuelle Schmerzmedikation fachärztlich eingeschätzt; bei Bedarf werden Empfehlungen formuliert, die in Abstimmung mit der Hausärztin oder dem behandelnden Facharzt umgesetzt werden können. Ziel ist eine möglichst sinnvolle, zurückhaltende und gut verträgliche medikamentöse Strategie.
Berücksichtigung von Schlaf, Belastung und Ernährung
Schlafqualität, Alltagsbelastung und bestimmte Ernährungsgewohnheiten können Fibromyalgie-Symptome deutlich beeinflussen. Falls relevant, wird der mögliche Einfluss dieser Faktoren mit einbezogen und es werden konkrete, umsetzbare Empfehlungen erarbeitet.
Die Behandlung erfolgt Schritt für Schritt, evidenzorientiert und mit realistischer Zielsetzung: Schmerzen zu reduzieren, Funktionen zu verbessern und den Alltag wieder besser bewältigen zu können.
Für wen ist dieser Ansatz geeignet?
Der funktionelle, ärztliche Ansatz eignet sich insbesondere für Menschen mit Fibromyalgie, die sich in einigen der folgenden Punkte wiederfinden:
- langjährige, generalisierte Schmerzen mit ausgeprägter Müdigkeit und Schlafstörungen
- mehrere Therapieversuche ohne anhaltende Besserung
- weitgehend unauffällige Labor- und Bildgebungsbefunde trotz starker Beschwerden
- das Gefühl, „zwischen allen Fachrichtungen zu stehen“
- wiederkehrende Aussagen wie „damit müssen Sie leben“ oder „wir finden nichts“
- Verdacht auf zentrale Sensitivierung oder begleitende myofasziale Schmerzsyndrome
Wenn Sie sich hier wiedererkennen, ist eine funktionelle ärztliche Einschätzung sinnvoll.
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Ablauf des ersten Termins:
Der erste Termin dient der ärztlichen Einschätzung Ihrer Schmerzmechanismen
1. Ärztliches Gespräch und funktionelle Untersuchung
Zu Beginn erfolgt ein medizinisches Gespräch mit Erfassung der Beschwerden, des Verlaufs und relevanter Vorbefunde. Anschliessend wird eine funktionelle Untersuchung des Bewegungsapparats durchgeführt, um mechanische, muskuläre oder nervale Einflussfaktoren zu identifizieren.
2. Individuelle Auswahl der Verfahren
Auf Basis der Diagnose entscheidet Alexandra, welche manualmedizinischen, physikalischen oder neuroreflektorischen Verfahren sinnvoll sind. Die Behandlung erfolgt gezielt und strukturiert, abhängig vom Befund des ersten Termins.
3. Empfehlung des weiteren Vorgehens
Zum Abschluss werden die nächsten Schritte besprochen, einschliesslich möglicher Folgebehandlungen, Übungen oder Empfehlungen für den behandelnden Arzt.
4. Praktische Hinweise
Bitte bringen Sie vorhandene Befunde mit, zum Beispiel Berichte, MRI, Röntgen oder Ihre aktuelle Medikamentenliste.
Warum Alexandra bei Fibromyalgie?
Diagnostisch klar. Funktionell. Ausbildungsstark.
Fibromyalgie erfordert eine Ärztin mit breiter klinischer Erfahrung und einer aussergewöhnlich umfangreichen fachlichen Weiterbildung. Alexandra Milutin-Lanzi verbindet über dreissig Jahre Schmerzmedizin mit qualifizierten ärztlichen Ausbildungen in Manualmedizin, Osteopathischer Medizin, Akupunktur und Schmerztherapie. Diese Kombination ermöglicht eine differenzierte funktionelle Einschätzung komplexer Schmerzmechanismen.
Ausbildungen und Qualifikationen
Praktisches Jahr Fach Chirurgie am Massachusetts General Hospital Boston, USA, Lehrkrankenhaus der Harvard University, 1987/1988
Ärztin (Examen und Zulassung) – 1988
Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin – 1999
Chirotherapie Manuelle Medizin, Ärzteseminar Hamm-Boppard – 1993
ACSM Health and Fitness Instructor – 2003
Akupunktur / TCM (Volldiplom) – 2005
Spezielle Schmerztherapie der Bayerischen Ärztekammer – 2005
Algesiologin DGSS – 2006
Schädelakupunktur nach Yamamoto YNSA – 2006
Diplom Osteopathische Medizin DGOM D.O.M. – 2007
Palliativmedizin – 2007
Ernährungsmedizin Metabolic Balance – 2008
Diplom Pädiatrische Osteopathie – 2009
Psychosomatische Grundversorgung – 2010
Suchtmedizinische Grundversorgung – 2010
Master of Science Osteopathie MSc Ost. AT – 2023
Manuelle Medizin SAMM – 2025
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Häufig gestellte Fragen zur Fibromyalgie bei Fastesana
1. Ist Fibromyalgie eine psychische Erkrankung?
Nein. Fibromyalgie ist keine psychische Erkrankung. Sie gehört zu den funktionellen Schmerzerkrankungen, bei denen die Verarbeitung von Reizen im Nervensystem verändert ist. Emotionale Belastungen können Symptome verstärken, sind aber nicht die Ursache. Ihre Schmerzen sind real und medizinisch erklärbar.
2. Warum sind alle meine Befunde normal?
Weil Fibromyalgie keine strukturellen Schäden verursacht. Labor, MRI oder Röntgen bleiben oft unauffällig. Entscheidend sind funktionelle Mechanismen: veränderte Schmerzverarbeitung, muskuläre und vegetative Dysregulation. Diese erkennt man nicht im Blutbild, sondern in der klinischen Untersuchung.
3. Wie stellt man Fibromyalgie sicher fest?
Die Diagnose wird klinisch gestellt. Wichtig sind das Beschwerdebild, der Verlauf und charakteristische Muster wie weit verbreitete Schmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen. Moderne Kriterien nutzen den Widespread Pain Index (WPI) und den Symptom Severity Score (SSS). Bildgebende Verfahren dienen vor allem dem Ausschluss anderer Erkrankungen.
4. Kann Fibromyalgie wieder verschwinden?
Vollständige Remission ist selten, aber deutliche Verbesserungen sind möglich. Ziel der Behandlung ist nicht „Heilung“, sondern kontinuierliche Reduktion der Beschwerden, Verbesserung des Schlafs und Stabilisierung des Alltags. Viele Patientinnen und Patienten erreichen mit einem funktionellen Ansatz eine spürbar bessere Lebensqualität.
5. Welche Behandlungen wirken wirklich?
Wirksam sind v. a. Ansätze, die mechanische, muskuläre, nervale und vegetative Mechanismen gleichzeitig berücksichtigen. Dazu gehören: funktionelle Analyse des Bewegungsapparats, manualmedizinische Behandlung, neuroreflektorische Verfahren, (YNSA), physikalische Medizin, Schlaf- und Belastungsregulation gezielte medikamentöse Strategien. Einzelmassnahmen oder kurzfristige Anwendungen reichen meist nicht aus. Effektiv ist eine strukturierte Kombination.
6. Hilft Bewegung auch wenn ich Schmerzen habe?
Ja, wenn sie dosiert und angepasst erfolgt. Überbelastung verschlechtert Symptome, aber völlige Schonung ebenso. Sinnvoll sind regelmässige, leichte Aktivitäten wie Gehen, Schwimmen oder Übungen aus der physikalischen Medizin. Entscheidend ist das richtige Tempo, nicht Intensität. Wir besprechen, was für Sie umsetzbar ist.
7. Welche Rolle spielt Schlaf?
Schlaf hat einen starken Einfluss auf Fibromyalgie. Nicht erholsamer Schlaf verstärkt Schmerzempfindlichkeit, Müdigkeit und vegetative Symptome. Schlafanalyse, Schlafrythmus und konkrete Schritte zur Schlafverbesserung gehören daher häufig zur Behandlung.
8. Soll ich meine Ernährung anpassen?
Für manche Betroffene kann Ernährung Einfluss auf Symptome haben, z. B. durch Stabilisierung des Energiestoffwechsels oder Reduktion bestimmter Reizfaktoren. Wir beurteilen individuell, ob eine Anpassung sinnvoll ist und welche Schritte realistisch sind.
9. Was kann ich selbst tun?
Hilfreich sind: regelmässige, leichte Bewegung, Schlafrhythmus stabilisieren, Belastung dosieren (Pacing), Wärmeanwendungen, kurze Entspannungsübungen, konsequente Umsetzung individueller Empfehlungen, Wir besprechen mit Ihnen, was zu Ihrem Alltag passt.
Hier findest du unser Gesundheitszentrum in Bern:
Adresse: Rabbentalstrasse 83 | 3013 Bern | Schweiz
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 09:00-19:00
Telefon: 031 336 1111
E-Mail: anmeldung@fastesana.ch